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| Im Folgenden hat trafomodern
einige nützliche Hilfen für Anwender zusammengetragen,
die Ihnen das optimale Dimensionieren und Auslegen der Transformatoren
erleichtern sollen.
Bringen Sie soviel wie möglich über die
Art und Funktionsweise Ihres Verbrauchers in Erfahrung. Dies ist
sehr häufig zum Beispiel ein Elektromotor. Es gibt einige Optimierungsmöglichkeiten,
die Ihnen zum Beispiel Geld und Bauvolumen im Schaltschrank sparen
können.
Folgende Ansatzpunkte sind zur Dimensionierung Ihres Transformators
hilfreich:
- » Erforderliche Bauleistung
- » Viel hilft nicht immer viel!
- » Volltransformator oder Spartransformator
- » Betriebsarten
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| 1. Bauleistung / Bauvolumen: |
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| Gelegentlich wird die Wirkleistung (kW) eines Verbrauchers
mit dem erforderlichen Scheinleistungsbedarf (kVA) verwechselt beziehungsweise
der Unterschied nicht berücksichtigt. Bei elektrischen Geräten
ist üblicherweise die Abgabeleistung definiert bzw. angegeben.
Für die Transformatordimensionierung ist jedoch die Aufnahmeleistung
erforderlich. |
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Beispiel:
Ein handelsüblicher 2,2 kW Motor / 4-polig (1500 min-1)
mit 400 V Anschlussspannung ist an ein 500 V Netz anzupassen.
Der Nennstrom eines solchen Motors beträgt etwa 5,4 A. Nach
der Formel für Drehstromlasten errechnet sich der erforderliche
Scheinleistungsbedarf wie folgt:
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| Aus diesem Beispiel wird ersichtlich, dass sich die
abgegebene Wirkleistung von 2,2 kW erheblich von der aufgenommenen
Scheinleistung von 3,74 kVA unterscheidet. Der Transformator muss
immer nach dem Scheinleistungsbedarf dimensioniert werden, in dem
oben beschriebenen Beispiel empfiehlt trafomodern die Verwendung eines
4,0 kVA Transformators. |
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| 2. Viel hilft nicht immer
viel! |
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| Insbesondere bei Transformatoren kleinerer Leistung
(bis 0,2 kVA) ist physikalisch bedingt die Kopplung zwischen Primärwicklung
und Sekundärwicklung schlecht. Dies bedingt eine hohe Kurzschlussspannung
uk, so-wie eine Differenz zwischen Leerlauf und Lastspannung
von bis zu 10%. Sollte so ein Transformator be-triebsbedingt sehr
gering bis gar nicht belastet werden, führt dies in Verbindung
mit der derzeitig zulässigen Netzüberspannungstoleranz von
10% zu überhöhten Steuerspannungen am unbelasteten Transformator.
Wenn also beispielsweise ein 100 VA Transformator eine typische Leerlaufspannung
von etwa 250 V hat und das Netz eine zulässige Überspannung
von 10%, stehen am Ausgang der Sekundärwicklungen etwa 270 V
an. Dies ist physikalisch bedingt und nicht zu verhindern!
Transformatoren sollten daher grundsätzlich passend zur jeweiligen
Last dimensioniert werden, um Schäden an den Lasten zu verhindern. |
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Kurzzeitleistung und Dauerleistung |
| Bei der Dimensionierung der Steuerspannungstransformatoren
sollte die angegebene Kurzzeitleistung nicht ohne Berücksichtigung
bleiben. Bei Einhaltung dieser Auswahlhilfe ergeben sich sowohl Kostenvorteile
als auch Platzersparnis. |
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Größenauswahl der Steuertransformatoren
Ermittlung nach Dauerleistung
Der Steuertransformator muss in seiner Größe so bemessen
sein, dass er auch unter ungünstigen Bedingungen den Spannungsabfall
in zulässigen Grenzen hält.
Die Berechnung der Transformatorgröße erfolgt, indem
man die Halteleistungen aller gleichzeitig einschaltenden Verbraucher
und die Einschaltleistung des größten Verbrauchers
addiert und das Ergebnis mit 0,8 multipliziert.
Ist die Größe der Verbraucher annähernd gleich,
so wird die Summe der Einschaltleistungen aller gleichzeitig einschaltenden
Verbraucher zu der Summe aller Halteleistungen addiert und das
Ergebnis mit 0,8 multipliziert.
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Ermittlung nach Kurzzeitleistung
Sollen vornehmlich große Schütze geschaltet
werden, empfiehlt es sich, den Steuertransformator nach der Kurzzeitleistung
auszuwählen.
Dadurch verringert sich in den meisten Fällen die erforderliche
Transformatorleistung.
Es ist darauf zu achten, dass die Halteleistung die Dauerleistung
nicht überschreitet.
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Günstiger
Transformator = heißer Transformator
Durch den herrschenden Kostendruck wird ständig nach Möglichkeiten
gesucht, Produkte zu vereinfachen, zu verkleinern und zu verbilligen.
Dieser Trend hat auch vor der Transformatorbranche leider nicht
halt gemacht. Durch den Einsatz höherwertiger Isoliermaterialien
konnte auch die Betriebstemperatur der Wickelgüter erhöht
werden. Eine Erhöhung von der Isolierstoffklasse B (130°C)
auf Isolierstoffklasse F (155°C) ergibt eine Bauvolumenverkleinerung
von ca. 16% und eine dementsprechend geringeren Anschaffungspreis.
Allerdings erhöhen sich die abzuführenden Lastverluste
(Kupferverluste) um ca. 30%, der Wirkungsgrad wird entsprechend
schlechter. Das bedeutet für den Anwender konkret, dass sich
die abzuführende Wärme im Schaltschrank erhöht und
für eine entsprechend aufwendigere Kühlung beziehungsweise
Belüftung zu sorgen ist. Da eine wirkungsvolle Schaltschrankklimatisierung
auch entsprechende Kosten verursachen wird, sollte der Mehraufwand
dafür mit den vermeintlich "ersparten" Kosten beim
Transformator gegenübergestellt werden.
trafomodern hat für seine Produkte folgenden Weg gewählt:
Die angegebene Typenleistung bezieht sich auf die Ausnützung
nach Isolierstoffklasse B (130°C). Ab einer Transformatorleistungen
von 6,3 kVA ist zusätzlich in den Listen ein Wert (ca. 16%
höher) für Ausnützung nach Isolierstoffklasse F (155°C)
angegeben (beispielsweise DTSP oder DTFSP).
Somit haben Sie die Möglichkeit, das für Sie optimale
Produkt (verlustoptimiert oder preisoptimiert) auszuwählen
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3. Volltransformator versus Spartransformator |
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Ein Spartransformator besteht lediglich aus einer Wicklung,
die Sekundärwicklung ist sozusagen ein "Spannungsteiler"
der Primärwicklung. Ein Volltransformator ist im Gegensatz dazu
ein Transformator mit zwei galvanisch getrennten Wicklungen. Es ist
zu prüfen, ob für die erforderliche Anwendung nicht auch
ein Spartransformator einsetzbar ist. Besonders bei kleinen Spannungsdifferenzen
zwischen Eingangs- und Ausgangsspannung kann dies zu Einsparungen
von bis zu 70% führen.
Im Zweifelsfall unterstützt Sie unser Vertrieb »Ansprechpartner
bei der Auswahl des richtigen Transformatorentypes.
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| 4. Betriebsarten |
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| Eine weitere Möglichkeit der Typenoptimierung
bietet die Dimensionierung nach den Betriebsarten. Ist das Lastspiel
des Verbrauchers bekannt, kann die Typengröße optimiert
werden. Ein Beispiel verdeutlicht die Optimierung: Von einem Drehstromverbraucher
ist bekannt, dass der maximal erforderliche Nennstrom 45A be-trägt.
Bei einer bekannten Netzspannung mit 3 * 400 V ergibt sich folgender
Scheinleistungsbedarf: |
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| Der zum Betrieb erforderliche Transformator
hätte somit eine Typenleistung von 32 kVA. Ist jedoch das Lastspiel
bekannt (in unserem Beispiel: 3 Minuten 20 A, 2 Minuten 45 A und 5
Minuten Pause, d.h. unbelastet), ergibt sich über die folgende
Formel ein wesentlich optimierter Transformator: |
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| Somit ergibt sich der Scheinleistungsbedarf
wie folgt: |
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| Der optimierte Transformator hat also
nur einen Typenleistung von 12,5 kVA, er ist wesentlich kleiner und
daher auch günstiger als der 32 kVA Transformator.
Unbedingt müssen auch die thermischen Beharrungszeiten
der Transformatoren beachtet werden. Unter Beharrungszeit versteht
man den Zeitraum, welcher vergeht, bis ein eingeschalteter Transformator
mit Nennstrom beaufschlagt, seine Betriebstemperatur erreicht hat.
Die Lastspieldauer darf auf keinen Fall länger als die Zeitraum
sein. Typische Beharrungszeiten sind
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| Typenleistung |
Beharrungszeit |
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| 0,1 kVA |
ca. 15 Minuten |
| 1,0 kVA |
ca. 60 Minuten |
| 10 kVA |
ca. 3 Stunden |
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| Desweiteren sollte das Verhältnis
des errechneten Dauerstroms zum Maximalstrom das Verhältnis 1:2
nicht wesentlich überschreiten, um unnötig hohe Spannungseinbrüche
zu vermeiden. |
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