Begriffe und Definitionen
Für trafomodern ist die Einhaltung der relevanten Normen eine Selbstverständlichkeit. Tests bei Wettbewerbsprodukten haben jedoch gezeigt, dass dies leider nicht immer der Fall ist.
Nennwerte sind stets die Bemessungswerte. Nennwerte sind Nennspannung, Nennströme (Effektivwerte), Nennleistung, Nennfrequenz und Nennübersetzungsverhältnis, mit denen Transformatoren bezeichnet werden, für die sie bemessen und bestimmt sind.
Bemessungs-Eingangsspannung (Nenn-Eingangsspannung):
Die Versorgungsspannung (bei Dreiphasen-System zwischen den Außenleitern), die dem Transformator für die festgelegten Betriebsbedingungen zugeordnet ist.
Bemessungsfrequenz (Nenn-Frequenz):
Die Frequenz, die dem Transformator für die festgelegten Betriebsbedingungen zugeordnet ist.
Bemessungs-Ausgangsstrom (Nenn-Ausgangsstrom):
Der Ausgangsstrom bei Bemessungs-Eingangsspannung und Bemessungsfrequenz, die dem Transformator für die festgelegten Betriebsbedingungen zugeordnet ist.
Bemessungs-Ausgangsspannung (Nenn-Ausgangsspannung):
Die Ausgangsspannung (bei Dreiphasen-System zwischen den Außenleitern) bei Bemessungs-Eingangsspannung, Bemessungsfrequenz, Bemessungs-Ausgangsstrom und Bemessungs-Leistungsfaktor (üblicherweise Leistungsfaktor cos φ = 1), die dem Transformator für die festgelegten Betriebsbedingungen zugeordnet ist.
Bemessungsleistung (Nenn-Leistung):
Das Produkt aus Bemessungs-Ausgangsspannung und Bemessungs-Ausgangsstrom, bei Dreiphasen-Systemen das √3-fache.
Leistungsfaktor cos φ
Der Leistungsfaktor cos φ gibt bei sinusförmigen Wechselgrößen an, welcher Anteil der Scheinleistung (U*I) als Wirkleistung zur Verfügung steht. Idealerweise gibt es bei induktiven Bauelementen einen Winkel von genau 90° zwischen Strom und Spannung, die Wirkleistung ist also 0 und die Blindleistung entspricht der Scheinleistung. In der Realität ist der Winkel etwas kleiner als 90°, so dass es zu einem (wenn auch oftmals vernachlässigbar kleinen) Wirkleistungsanteil (=Verlustleistung) kommt.
Bemessungs-Umgebungstemperatur ta:
Die höchste Temperatur, bei der der Transformator unter bestimmungsgemäßen Betriebsbedingungen im Dauerbetrieb betrieben werden kann.
Leerlaufleistung (= Leerlaufverluste = Eisenverluste):
Die (Eingangs-) Leistung des unbelasteten Transformators bei Bemessungs-Eingangsspannung und Bemessungsfrequenz.
Kurzschlussverluste (= Kupferverluste):
Aufgenommene Wirkleistung, wenn der Transformator ausgangsseitig kurzgeschlossen ist und der Bemessungs(=Nenn)ausgangsstrom fließt.
Kurzzeitleistung:
Die Kurzzeitleistung ist die Leistung am Ausgang eines Steuertransformators bei einem cos φ= 0,5 und einem Spannungsabfall von maximal 5% gegenüber der Bemessungs(=Nenn)ausgangsspannung.
Leerlauf-Ausgangsspannung:
Die Ausgangsspannung des unbelasteten Transformators bei Bemessungs-Eingangsspannung und Bemessungsfrequenz.
Leerlaufstrom:
Leerlaufstrom ist der Strom am Eingang eines unbelasteten Transformators bei Bemessungs(=Nenn)eingangsspannung und Bemessungs(=Nenn)frequenz.
Kurzschlussspannung:
Jene Spannung, die an die Eingangswicklung anzulegen ist, um bei Umgebungstemperatur der Wicklungen in der kurzgeschlossenen Ausgangswicklung einen Strom hervorzurufen, der gleich dem Bemessungs-Ausgangsstrom ist.
